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dez 2021 1

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich 2019 2
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre.
Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet.
Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.

Wenn Sie
 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.
Per Email erreichen Sie mich unter barbara.friedrich@ekhn.de

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


01.11.2021
Auf ein Wort

Die Tage werden kürzer. Wir gehen wieder in die dunkle Jahreszeit. In der Dunkelheit ist das Licht so wichtig. Es tut gut, eine Kerze anzuzünden. Oder ganz viele. Und dann kommt die längste Nacht und es wird Weihnachten: Das Fest der Liebe und des Lichtes, das in die Welt kommt.

In mir ist es dunkel, aber bei Dir ist das Licht – schreibt Dietrich Bonhoeffer in einem Gebet.

Wir können noch so viele Kerzen anzünden und unsere Räume noch so schön schmücken – manchmal bleibt es in uns dunkel.

Wie kommt also das Licht in unsere Dunkelheit hinein, um sie zu erhellen?

Im September war ich auf dem Schwanberg, einem geistlichen Zentrum in der Nähe von Würzburg, zu einer Schweigewoche in einer Gruppe. Schwester Ruth hat am ersten Abend eine kleine Übung mit uns gemacht, die ich für lange dunkle Abende gerne empfehlen möchte:

Eine Schale steht vor mir. Ein kleiner Raum. Begrenzt von seinem Rand. So wie mein Leben: Begrenzt.

Neben der Schale ein Teelicht. Vertreibt das Licht meine Dunkelheit? Wie kommt das Licht in mich, in mein Leben hinein?

Da ist so viel in meinem Leben. Schönes. Schweres. Meine Dunkelheit. Meine persönlichen Lasten. Die Sorgen um die Zukunft. Die Sorge um manche Menschen.

Ich schreibe es auf. Es wird ein vollgeschriebenes Blatt. Ich lege es in die Schale und sehe, da passt das Licht gar nicht hinein.

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(Foto: bf)

All das, was ich aufgeschrieben habe- und alles das, was ich nicht aufgeschrieben habe – das lege ich schweigend in Gottes Hand. Ich nehme den Zettel aus der Schale heraus. Wahrscheinlich kommt alles, auch alle Dunkelheit wieder. Aber für diesen Moment ist die Schale leer. Das Licht kann hinein.

Ich stelle in die Schale das Licht und zünde es an. Das Licht wird größer, es scheint warm und still.

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(Foto: bf)

Ich schaue in die Schale. Und denke an Schwester Ruth, die uns sagte: Schaut, da ist ein Schatten geblieben. Um das Licht herum wirft es einen kleinen Schatten.

So ist es, wenn das Licht in mein Leben kommt – da bleibt auch Das finde ich sehr ehrlich. Es ist ja keine Zauberübung.

Die Erfahrung des kleinen, leuchtenden Lichtes begleitet mich. Eine kleine Insel von Hoffnung und in Frieden.

Licht, Hoffnung und Frieden wünsche ich uns allen in diesem Herbst und Winter, in dieser Advents- und Weihnachtszeit!

 
Herzliche Grüße.
Ihre Pfarrerin Barbara Friedrich


BLOG: www.aufdergoldwaage.wordpress.com




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