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August2019

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich 2019 2
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre.
Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet.
Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.




Wenn Sie
 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


05.06.2019
Auf ein Wort

Auf tatsächlich ein Wort!

Für jeden Monat gibt es ein Wort aus der Bibel –

Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.
Jakobusbrief Kapitel 1 Vers 19


Die Bibel weiß genau, was unserem Zusammenleben gut tut – oder gut tun würde.

August 2019

Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Matthäusevangelium Kapitel 10 Vers 7


Zuerst gehen, herumgehen, zu den Menschen gehen, dann predigen. Und sich der Herausforderung stellen. Wie nahe ist das Himmelreich? Klingt das in den Ohren der Menschen wie eine gute Nachricht? Wie machen wir es aktuell und glaubhaft, wenn wir das doch schon seit 2000 Jahren predigen?

September 2019

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
Matthäusevangelium Kapitel 16 Vers 26


Diese Frage hat sich bis heute nicht erledigt, sondern stellt sich jeden Tag neu; sehen wir nicht jeden Tag, dass Seelen Schaden nehmen?

Oktober 2019

Nach deinem Vermögen gib Almosen; auch wenn du nur wenig hast, scheue dich nicht, wenig Almosen zu geben.
Tobias Kapitel 4 Vers 8

Dieser Satz ist Teil einer längeren Weisheitslehre. Der Vers 7 hört sich so an: Und wende dein Angesicht auch nicht von einem einzigen Armen ab, dann wird sich das Angesicht Gottes auch nicht von dir abwenden.

Das Ringen um Gerechtigkeit, der Kampf gegen Armut ist auch mehr als 2000 Jahre nach diesem Text noch traurig aktuell: Wende dein Angesicht nicht ab!


Meine Großmutter ging selten in die Kirche. Sie musste oft umziehen in ihrem Leben und ist von einer Erzieherin alleine unterrichtet worden. Vielleicht deshalb lebte sie ihre intensive Beziehung mit Gott sehr im Verborgenen. Wir Enkel wussten nur, dass wir Sonntags vormittags leise sein mussten und nicht ins Wohnzimmer durften. Da saß sie mit ihrer Bibel auf den Knien und hörte im Radio die Morgenfeier.

Wie gut die Beziehung ist, die wir mit Gott haben, ist reine Privatsache, vor den Augen aller anderen ganz und gar verborgen. Geht nur Gott etwas an. Es kann aber auch gut tun, darüber mit anderen zu sprechen.

Vielleicht haben wir keine Beziehung, weil wir immer noch auf der Suche sind und uns quälen mit der Frage, wer dieser Gott unserer Mütter und Väter eigentlich ist. Was er uns zumutet in unserem Leben. Was er eigentlich von uns will.

Vielleicht haben wir eine schöne, stabile Beziehung, geprägt von Dankbarkeit für unser Leben und von Gott-Vertrauen. Oder wir leben eine Mischung aus diesen beiden Arten von Beziehung…

Aus gutem Grund gibt es in der evangelischen Kirche keine Pflicht, in den Gottesdienst zu gehen. Jede/r kann direkt mit Gott Kontakt haben. Die Kirche ist kein Vorzimmer, durch das wir hindurchmüssen, um zu Gott zu kommen.

In der Kirche werden keine Strichlisten geführt über den Gottesdienstbesuch. Die Türen sollten allerdings immer offen sein – im wörtlichen Sinn wie im übertragenen…

In die Kirche gehen wir evangelischen Christen dann, wenn wir gerne mit anderen zusammen singen und beten und Gemeinschaft haben möchten, eine Predigt live hören möchten, wenn wir gesegnet werden möchten.

Eine Kirche ist ein Haus. Kann man sehen! Eine Kirche ist aber auch eine Institution, eine Art Gedankengebäude. Kann man nicht sehen. Mit einer Gemeinde ist das ähnlich. Es gibt eine Liste aller Menschen, die zu unserer Gemeinde gehören, weil sie hier in Gravenbruch Mitglieder der evangelischen Kirche sind. Auf Grund dieser Liste bekommt die Gemeinde ihre halbe Pfarrstelle und das Geld von der Landeskirche zugewiesen. Und dann gibt es die tatsächliche, unsichtbare Gemeinde, zu der auch Menschen gehören, die aus verschiedenen Gründen nicht auf dieser Liste stehen. Die Liste der Mitglieder interessiert uns im Alltag unseres Gemeindelebens gar nicht. Und ich glaube, sie interessiert auch Gott nicht.

Eines der neuen Kirchenlieder beschreibt Kirche/Gemeinde so:

Meine Kirche ist ein Haus mit offnen Türen,
sie hat ein Fundament, das ewig hält und trägt.
In weiten Räumen ist ein Geist zu spüren, der Liebe wagt, von Gott geprägt.
Sie hat ein Dach, das vielen Obdach spendet, durch bunte Fenster strahlt Lebendigkeit, an ihren Tischen manche Not sich wendet, sie schenkt stets neu Geborgenheit
Meine Kirche ist ein Ort um zu verweilen, sie lebt von Menschen voller Mut und
Fantasie, sie lernen in ihr Brot und Wein zu teilen,
Gemeinschaft nicht als Utopie.
Meine Kirche, jetzt und hier,
Meine Kirche lebt von dir und mir!
(aus: EG plus, Text: Eugen Eckert 2015, Melodie: Bernhard Kießig 2015)

Wie weit die Räume sind, in denen der Geist zu spüren ist, hängt übrigens gar nicht von der Quadratmeterzahl ab! Sondern von der Gastfreundschaft und der Weite der Herzen!

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Pfarrerin Barbara Friedrich


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