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August2018

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre. Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet. Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.

Wenn Sie

 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.

Vertretung während meiner Urlaubszeit:
18.-22. Juni - Phrin Henning, Neu-Isenburg (06102/786871)
25.-28. Juni - Phrin Lenz, Neu-Isenburg (06102/39556)
29. Juni - Phrin Dietrich-Milk, Neu-Isenburg (06102/786872)

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


01.07.2018
Auf ein Wort
kircheModell
Eine neue Kirche müssen wir bauen. Das Dach unserer Kirche ist kaputt, kaputt auch die elektrischen Leitungen, die Steuerung der Heizung. Ein Gotteshaus, in dem der Putz von den Wänden fällt und der Schimmel eingezogen ist.

So klein ist die Gemeinde geworden, dass wir eine evangelische Gemeinde in Gravenbruch in Zukunft nur finanzieren können ohne die ständigen roten Zahlen, wenn wir Abschied nehmen von einem Teil des Grundstücks. Großer und sehr schwerer Abschied von einer sehr großen Kirche.

Eine neue Kirche dürfen wir bauen. Das ist etwas, was heute nicht viele Gemeinden, nicht viele KirchenvorsteherInnen, nicht viele Pfarrerinnen tun. Eine Ehre? Große Verantwortung!

Das Modell der neuen Kirche, die eng an den Glockenturm angebaut wird, haben wir in der Gemeindeversammlung gezeigt.

Das ist bisher – nur – ein Modell. Viele Fragen zur Gestaltung sind noch offen. Wie baut man überhaupt eine Kirche? Ist das nicht ein heiliger Ort? Heilig, wie alles, was mit Gott zu tun hat? Wie baut man einen heiligen Ort?
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In der Geschichte von der Himmelsleiter, die Jakob im Traum sieht ( 1. Mose 28), sagt er nach dem Erwachen: Gott ist hier, an dieser Stätte und ich wusste es nicht. Hier, sagt er staunend, hier ist nichts anderes als Gottes Haus und die Pforte des Himmels. Er stellt einen Stein auf, um den Heiligen Ort zu bezeichnen. Beth-El heisst dieser Ort – Haus Gottes.

Es ist untrennbar verbunden mit dem Versprechen Gottes, das er Jakob im Traum gibt: Ich bin mit Dir und will Dich behüten, wo Du hinziehst.

Gott ist also ein Gott, der mitwandert durch unser Leben, durch die Lande. Warum bauen wir ihm dann ein Haus?

Manche Menschen fragen, warum wir nicht einfach in der katholischen Kirche unsere Gottesdienste feiern. Manche Menschen fragen, ob nicht doch heimlich eine Moschee geplant wird. Viele Menschen sagen, dass ihnen Gott eher im Wald begegnet als in der Kirche.

Wir dürfen eine neue Kirche bauen, ein evangelisches Gotteshaus, das wir bauen, während wir gleichzeitig wissen, dass Gott sich nicht in diesem Haus einsperren lässt. Wenn es ein heiliger Ort wird, dann weil Gott Lust daran hat, sich dort aufzuhalten. Immer mal wieder.

Wir dürfen eine neue Kirche bauen. Auch eine sehr kleine Gemeinde braucht eine – sehr kleine – Kirche. Einen Ort, der erfüllt ist von Musik, von Gedanken und Gebeten, von Worten und der Gemeinschaft, der Gott seinen Segen verspricht.

Wenn wir umziehen – was nehmen wir mit? Was brauchen wir unbedingt? Was müssen wir nicht mehr unbedingt haben?

Schwierige und spannende Fragen der Gestaltung! Wir denken viel darüber nach, welchen Platz das Kreuz finden wird.

Wir nehmen mit die Trauer um die alte Kirche, die Fenster, die Geschichte der Gemeinde, die Hoffnungen auf Zukunft, auf Segen für diese kleine Gemeinde und die Ideale, die wir Reich Gottes nennen: Gerechtigkeit. Frieden. Heilung aller Ängste und Wunden. Brot für die Welt. Genug für alle. Auf das Reich Gottes warten wir, daran bauen wir mit.

 
Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Pfarrerin Barbara Friedrich


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