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Mai 2021 1

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich 2019 2
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre.
Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet.
Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.

Wenn Sie
 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.
Per Email erreichen Sie mich unter barbara.friedrich@ekhn.de

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


01.03.2021

Auf ein Wort

Zur Amtseinführung von Präsident Biden in den USA hat die Poetin Amanda Gorman ein eindrucksvolles Gedicht vorgetragen. Leuchtend in ihrem gelben Mantel, leuchtend vor Freude und neuer Hoffnung sprach sie und begleitete ihre Worte mit Gesten als tanze sie.

Ihr Gedicht endet mit den Worten: Denn es gibt immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Das Wort, das mit „mutig“ übersetzt ist, bedeutet auch „kühn“ und „frech“, es wird auch verwendet, wenn ein Buchstabe „fett“ gedruckt wird…

Wenn wir kühn, frech und mutig genug sind, Licht zu sehen – und Licht zu sein – dann wird es hell. In uns. Um uns. Sagt diese leuchtende junge Frau in die Welt.

Jesus fordert seine Freunde und Freundinnen auf, Licht zu sein für die Welt. Wir sollen unser Licht leuchten lassen und es nicht zudecken (unter den Scheffel stellen), denn dann geht es aus und leuchtet nicht. 

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Meine Mutter schrieb mir in mein Poesiealbum: Wenn Du helle Dinge denkst, ziehst Du helle Dinge an Dich heran. (Prentice Mulford)

Als Kind fand ich das sehr rätselhaft. Heute denke ich, das ist wahr. Und freue mich an ihrem Geschenk dieser Worte.

Psalm 36: Gott ist die Quelle des Lebens und in seinem Licht sehen wir Licht.

Als Gott die Schöpfung begann, war das Erste, was er tat: Er schuf das Licht! Er beendete die Finsternis.
Licht leuchtet am hellsten in der Dunkelheit. Die Dunkelheit ist da. Sie kostet Mut. Sie verschlingt die Hoffnung. Sie verhindert das Wachsen und Blühen.  


Das
Licht leuchtet in unsere Dunkelheiten. Es erleuchtet uns. Und wir können es sehen, unser eigenes Licht, wenn wir mutig und frech genug sind!

Es gibt Zeiten, da tasten wir uns durch die Dunkelheit, suchen Halt, suchen den Lichtschalter, suchen die Tür, die hinaus in das helle
Licht des Tages führt.

Es gibt Zeiten, da ist es in uns finster. Kein
Licht, nirgends. Und kein Mut, Licht zu sehen. Nicht frech genug, hinauszugehen in das Leben und zu sagen: Ich bin Licht!

Welche Erleichterung, wenn nach einer langen Nacht die Sonne aufgeht!

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(Foto: Wodicka)

Es gibt immer
Licht! Diese Worte stehen mutig gegen die Finsternis der Zweifel, der Ängste, der Trauer. Es gibt immer Licht! Diese Worte stehen mutig gegen die Finsternis der Lieblosigkeit und der Gewalt, die sich Menschen antun.

Es gibt immer
Licht! Diese Worte stehen mutig über dem Dunkel des Karfreitags und über dem Dunkel eines jeden Grabes.

Es gibt immer
Licht! Diese Worte stehen frech gegen die Finsternis des Hasses.

Wenn es nun blüht und neues Leben sich zeigt in der Natur, wenn wir Ostern feiern – dann kann uns das den Mut schenken, den wir brauchen: Denn es gibt immer
Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Licht kann auch sehr tröstlich sein und uns verbinden, besonders mit denen, die leiden und trauern.

In diesen Wochen sterben in Deutschland täglich hunderte Menschen als Folge der Corona-Pandemie.

Deshalb rufen wir (die Evang. Kirche in Deutschland) gemeinsam mit dem Bundespräsidenten zur Aktion
#lichtfenster auf:

Stellen Sie an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster als Zeichen des Mitgefühls.

Herzliche Grüße – Bleiben Sie / bleibt behütet!

Ihre/Eure Pfarrerin Barbara Friedrich

BLOG: www.aufdergoldwaage. wordpress.com


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