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maerz 2020

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich 2019 2
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre.
Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet.
Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.

Wenn Sie
 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.
Per Email erreichen Sie mich unter barbara.friedrich@ekhn.de

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


01.03.2020
Vertretungsliste Kasualvertretungen während meiner Studienzeit

30. und 31.3. 2020
Versöhnungsgemeinde Buchschlag-
Sprendlingen

06103/67642
Jochen Spengler
06103/67642


01.03.2020
Auf ein Wort

Nun sind die ersten Wochen meiner Studienzeit vergangen. Ich habe schon viel gelesen und gelernt. Ich habe mich daran erinnert, mit wieviel Begeisterung ich vor vielen Jahren Theologie studiert habe.

THEO-LOGIE – die LEHRE VON GOTT.
Und damit geht es schon los mit den Fragen. Es kann ja eigentlich keine Lehre von Gott geben – dazu wissen wir doch viel zu wenig über diesen unsichtbaren und geheimnisvollen Gott? Der große Theologe Karl Barth hat diese Schwierigkeit in die Worte gefasst:

„Wir sollen als Theologen von Gott reden. Wir sind aber Menschen und können als solchenicht von Gott reden. Wir solle beides, unser Sollen und unser Nicht-Können wissen und eben damit Gott die Ehre geben.“ (Karl Barth 1922)

Das gefällt mir immer noch sehr. Richtig viel lernen – und dabei auch mal schmunzeln und staunen – kann man/frau bei den Vorträgen, die im Internet unter dem Namen WORTHAUS zu finden sind. (worthaus.org)

Eine meiner Lieblingsfolgen ist „Warum musste Jesus sterben“ von Peter Wick. In schönstem Schwitzerdeutsch führt er mich durch die Deutungsversuche der Bibel für diesen grausamen, unwürdigen Tod am Kreuz. Paulus und die anderen haben sich auch gemüht, das zu verstehen. Verschiedene Gedanken und Bilder haben sie dazu entwickelt und diese Gedanken widersprechen sich, bilden gar keine Lehre. Schuld als Grund für den Tod, Sühne und Opfer als Grund für den Kreuzestod Jesu – das ist nur eine Möglichkeit der Deutung.

Eine andere Deutung spricht von dem Tod Jesu als der radikalsten Form von Liebe und Barmherzigkeit. Peter Wick führt mich durch die Gedanken wie durch eine Ausstellung. Und er schließt damit, dass ich – für heute - die Deutung annehmen sollte, die mich bewegt, mich auf den Weg führt in die Beziehung mit Gott. Eine Beziehung, sagt er, in der ich denke, ich kenne den anderen in-und-auswendig und weiß alles über ihn, die sei doch halb tot…

THEOLOGIE IST HIER WENIGER EINE LEHRE ALS EIN WEG, EINE SUCHE, ein Weg zu einer Beziehung, vielleicht dem Ziel noch nicht so nahe. Aber unterwegs. Und ich höre, wie oft in den Vorträgen das Wort Geheimnis vorkommt. Auch die Bibel weißnicht alles, steckt voller Fragen und Suchen. Aufräumen musste ich auch erstmal rund um meinen Schreibtisch. Lange und gründlich. Dabei habe ich etwas Wunderbares wiedergefunden:

Die Erkenntnisse meiner Schulkinder, die ich letzten Sommer aus der 4. Klasse verabschiedet habe u.a. mit der Frage: Was hast Du über Gott gelernt? Hier die Antworten zum Freuen und Staunen:

- Dass manche an ihn glauben und manche nicht

- Dass er nicht wütend werden kann und (nicht) die Welt zerstört

- Dass Gott gütig ist

- Dass er gnädig ist

- Dass Gott gütig und barmherzig ist

- Er ist für jeden Menschen etwas anderes

- Dass Gott immer noch eine Chance gibt

Ein Junge hat auf die Frage, was er im Religionsunterricht über sich selbst gelernt hat, geantwortet:

Dass ich viel schlauer bin als ich dachte.
Dass wünsche ich uns allen – dass wir entdecken, wie schlau wir sind!
Und wie wunderbar es ist, dass wir immer wieder eine neue Chance bekommen!

Herzliche Grüße
Ihre Pfarrerin Barbara Friedrich
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