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2022

Unsere Pfarrerin Barbara Friedrich

Barbara Friedrich 2019 2
Häufig  werde ich gefragt, ob es feste Zeiten gibt, bestimmte Tage, zu denen ich in Gravenbruch bin. Aber das Schöne an meinem Beruf ist, dass er sehr abwechslungsreich ist und jede Woche ihre eigenen Termine und Themen hat. Deshalb lassen sich feste Zeiten kaum einrichten.

Es gibt auch keine festgelegte Sprechstunde, weil die Gespräche zeitlich nicht eng begrenzt sein sollten, wie es für eine Sprechstunde nötig wäre.
Es spricht sich nicht so entspannt, wenn draußen ein anderer Besucher wartet.
Deshalb mache ich Termine für Besuche und Gespräche jeweils persönlich aus.

Wenn Sie
 -  einen Besuch möchten
 -  eine Frage oder ein Thema haben, über das Sie sprechen möchten
 -  wenn Sie Kontakt suchen zur Gemeinde

melden Sie sich gerne unter der Festnetznummer (06102 / 597749) im Pfarrbüro oder unter der mobilen Dienstnummer (0173 74 64 21 9)!

Beide Anschlüsse haben einen Anrufbeantworter, für den Fall, dass ich in diesem Moment nicht erreichbar bin.
Oder hinterlassen Sie im Pfarrbüro bei Susanne Grüschow (06102 / 5 19 28) eine Nachricht, dass ich Sie anrufen soll.
Per Email erreichen Sie mich unter barbara.friedrich@ekhn.de

Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Telefonnummer hinterlassen, damit ich Sie zurückrufen kann. Es ist leider schon vorgekommen, dass ich dringend klingende Anrufe auf dem Anrufbeantworter hatte, mit der Bitte um Rückruf, aber keine Nummer hatte, unter der ich mich melden kann.

Ich freue mich darauf, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit kennen zu lernen!


01.03.2021
Auf ein Wort

Bäume erzählen die Passions- und Ostergeschichte 

Wie ein offenes Buch liegt dieses Stück Baum da.

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Bäume und die Bibel erzählen von Ewigkeit. Wir hören in den kommenden Wochen wieder die Geschichten von Leiden und Gewalt, vom Sterben Jesu und von dem im Wortsinn „un-glaub-lichen“ Ostermorgen und dem leeren Grab.

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Ein Baum, gefällt. Tot. Ein schwarzes Loch ist entstanden. Der Blick tief in das Dunkel von Verrat, Leiden und Tod.


Einer der Freunde hat ihn verraten. Und doch sind ausnahmslos alle am Tisch beim letzten Mal. Wie ich dieses Brot breche, so wird mein Leib gebrochen werden, sagt Jesus. So rot wie das Blut im Kelch ist mein Blut, das für Euch fließen wird. Bleibt alle zusammen und denkt an mich, wenn Ihr Brot brecht und Wein trinkt.

Bleibet hier und wachet mit mir!

In Gethsemane betet Jesus: Vater, wenn es sein kann, dann lass diesen Kelch an mir vorüber gehen. Dein Wille geschehe.

Verhaftung. Anklagen. Der hohe Rat. Pontius Pilatus.

Petrus verleugnet Jesus, dem er doch ewige Treue geschworen hat: Ich kenne diesen Menschen nicht.

Jesus muss sein Kreuz tragen. Qualvoll am Kreuz. Alle Freunde geflohen, die Frauen sind noch da. Seine Mutter. Maria aus Magdala.

Mein Gott, warum hast Du mich verlassen? (Psalm 22)

Aus allen vier Evangelien erfahren wir verschiedene Worte Jesu am Kreuz.

Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist.

Jesus stirbt. Die Welt hält den Atem an, wenn ein Mensch stirbt. Die Erde bebt. Felsen stürzen. Der Vorhang im Tempel zerreißt.

Er wird begraben. Der Stein vor der Grabenshöhle. Hinab steigt er in das dunkle Loch – in das Reich des Todes.

Stille. Die Ruhe des Karfreitag.

Es ist vollbracht.

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Ein toter Baum auf dem Alten Friedhof in Freiburg/Breisgau. Der Baum ist gefallen. Die Wurzeln nicht mehr im Boden – scheinbar.


Er lag da, ein toter Baum. Neues Leben wächst. Aus dem Stamm sind neue Triebe gewachsen. „Es ist ein Ros entsprungen“ Weihnachten und Ostern sind nahe beieinander. Neues Leben kommt zur Welt. Das Ende ist das Ende nicht. Der Tod ist nicht der Tod. Der Baum lebt und wächst.

Die Frauen kommen zum Grab. Es ist leer. Die Verzweiflung ist groß. Tränen. Auf ganz verschiedene Weise erzählen die Evangelien davon, wie durch die Tränen der Blick auf das leere Grab klarer wurde. Neue Hoffnung. Eine Erfahrung, die kaum in Worte zu fassen ist: Das Grab ist leer. Er lebt. Das Ende ist das Ende nicht. Der Tod ist nicht der Tod.

Daraus ist ein großes Fest geworden mit Blüten und Eiern und zahlreichen Hasenkindern. Neues Leben! Das Ende ist das Ende nicht.

„Wir stehen im Morgen. Aus Gott ein Schein durchblitzt alle Gräber. Es bricht ein Stein. Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein!“ (Jörg Zink.)

Ich wünsche uns allen einen gesegneten Weg durch diese Zeit und ein fröhliches Osterfest.

Herzliche Grüße.
Ihre Pfarrerin Barbara Friedrich


BLOG: www.aufdergoldwaage.wordpress.com




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