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2022
Wer pilgert?
Wir sind eine offene Gruppe, die sich zu den Pilgerterminen zusammenfindet.
Jeder ist eingeladen.

Pilgern

Warum pilgern wir?
Es ist die Freude am gemeinsamen Wandern, die Natur zu erleben, Momente der Stille und Besinnung zu haben.

Was verbindet uns?
Das gemeinsame Gespräch, Naturerlebnisse, Gefühle der Gemeinschaft, Momente des Loslassens, besinnliche Einkehr, Zeiten der Andacht.

Wann und wohin pilgern wir?
Am Samstag, den 13. Mai pilgerten wir entlang eines Teilstücks des Lutherwegs.

Im Jahr des Luther - Jubiläums ist geplant, die Wanderstrecke von Zeppelinheim nach Walldorf, einer Hugenottensiedlung, auf dem Lutherweg zurückzulegen. Luther war auf diesem Weg von Wittenberg über Frankfurt zum Reichstagnnach Worms unterwegs.

Wenn Interesse besteht, können wir uns für weitere Pilgertage die schönsten Abschnitte dieser Route (z.B. Rhein-Seitenufer, Nierstein-Oppenheim) Richtung Worms vornehmen. (ha)

Neue Termine für 2020 werden bald bekannt gegeben.

Wie weit pilgern wir?
1 – 1,5 Stunden einfacher Weg.
Wer nicht wandern kann oder die Strecke verkürzen will, begrüßen wir gern unterwegs oder zur Andacht in der jeweiligen Kirche.

Bei unserer letzten Pilgertour starteten wir an der Waldorfschule in Dietzenbach und wanderten über die Neuhöfer Gemarkung, südlich von Götzenhain entlang zur Kapelle von Philippseich.

Wir legten einen besinnlichen Zwischenstopp und eine Rast an der Kapelle ein. Dann hatten wir eine Andacht mit Frau Dreher-Volz, bei der uns Herr Knoch an der Orgel begleitete, und genügend Zeit zur inneren Ruhe und Besinnung, bevor wir den Rückweg antraten. (ha)


01.07.2022
Pilgern

Am 21. Mai 2022 traf sich eine Pilgergruppe unserer Gemeinde in Walldorf.
Wir besichtigten die Gedenkstätte des KZ-Außenlagers von Natzweiler (Elsass) im Wald.
Der historische Pfad ist mit 16 Informationstafeln ausgestattet, die Zeugenberichte und Photos der Lagerinsassen ausweisen. Zentral befinden sich die Grundmauern des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, in dem „Häftlinge“ misshandelt wurden.

2022 - 07 - 02 19
(Foto: sg)

1.700 Mädchen und Frauen im Alter von 13 - 45 Jahren aus Ungarn, der Ukraine und Rumänien waren hier von August bis November 1944 untergebracht und hatten auf dem Flughafen Arbeiten für eine Landebahn zu verrichten. Uns erstaunte der Erfindungsreichtum dieser Frauen zur Überlebensstrategie der Haft. Nur 300 Frauen haben die KZ-Haft überlebt. Margit Horvath überlebte. Ihr Sohn stiftete ihre Wiedergutmachungsentschädigung zur Errichtung dieses Mahnmals.

2022 - 07 - 02 20
(Foto: sg)

Unsere große Anerkennung gilt außerdem der Schulklasse, die diese Aufarbeitung initiierte, viele Unterlagen und Dokumente sammelte und Überlebende besuchte. Im Gedenken dieser Frauen gingen wir den Weg zum Flughafen, den sie täglich nehmen mussten. Am Wegesrand auf einer Wiese hielt Ulrike Wegner eine Andacht, in der wir unsere Eindrücke und Betroffenheit zum Ausdruck bringen konnten, verknüpft mit irischen Segenswünschen. Danach erreichten wir im großen Bogen durch den Wald mit vielen Maikäfern den Gundhof, eine Gaststätte mit Freifläche unter den Bäumen, in der wir uns stärkten.
(cf)





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